| Prostatakarzinom
Seit 1999 haben wir in Pionierarbeit die Schlüssellochchirurgie
(Laparoskopie) als neue Operationstechnik eingeführt und weiterentwickelt.
Entsprechend geniessen wir für diese Technik einen anerkannten
überregionalen Ruf. Zuvor erfolgte diese Operation immer über
einen Unterbauchschnitt. Mittlerweile gehört die laparoskopische
radikale Prostataentfernung im Kantonsspital Schaffhausen zum Standard.
Der minimale Blutverlust, die geringen Schmerzen und die rasche
Rehabilitation waren für den Erfolg dieser neuen Technik wegweisend.
Durch die grosse Anzahl Operationen (bereits über 300), welche
wir immer im gleichen Team vornehmen, wurde eine hohe Eingriffs-Qualität
erreicht. Unsere Resultate werden auch fortlaufend erfasst und ausgewertet,
um den Qualitätsanforderungen gerecht zu werden. Neben der
Tumorfreiheit als oberstes Ziel gehen unsere Anstrengungen um die
Kontinez- und Potenzfunktion. Die schonende und blutarme Technik
erlaubt mit einer 8-10-fachen optischen Vergrösserung eine
hervorragende Sicht auf die entscheidenden Gefäss-und Nervenbahnen.
Die grosse Erfahrung mit der laparoskopischen Technik hat auch dazu
geführt, dass wir die Vorteile der Schlüssellochchirurgie
nun auch für viele Nieren-und Nebennierenoperationen nutzen
können.
Ein Prostatakrebs muss aber nicht immer operiert werden. Auch Strahlenbehandlungen
können eine Therapieoption sein. Je nach Krankheits-Stadium
und Alter kommt auch eine abwartende Haltung oder Hormonblockierung
in Frage. Gerade diese Fragestellungen sind immer im Fluss und unsere
regelmässige und aktive Teilnahme an internationalen Kongressen
erlaubt uns eine kompetente Beratung unserer Patienten.
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